Die Nase

Nikolaj Gogol

Seiten: 63
Verlag: Reclam
Erscheinungsjahr: 1835
ISBN-Nummer: 978-3-15-014613-2

Ein kurzes Büchlein für den Berg hab ich gebraucht und das entsprechend in Auftrag gegeben: Etwas leichtes für die Berghütte, aber nicht zu langweilig - und nicht zu hochtrabend. Letzteres war bei einem russischen Autor nicht ganz sicher, aber mit dem Ergebnis konnte ich gut leben!

Dass jemandem seine Nase abhanden kommt, das ist schon ziemlich skurril. Dass die aber auch noch als hohes Tier durch die Stadt spaziert – abgefahren!

„Kowaljow reckte sich und ließ sich den kleinen Spiegel reichen, der auf dem Tisch stand. Er wollte nach dem Pickel sehen, der am Abend zuvor plötzlich auf seiner Nase aufgetaucht war; doch zu seiner größten Überraschung stellte er fest, dass dort, wo seine Nase sein musste, jetzt nur eine vollständig glatte Stelle war! Kowaljow fuhr der Schreck in alle Glieder, er befahl Wasser zu bringen und rieb sich mit dem Handtuch die Augen blank: Tatsächlich, die Nase war weg!“

Kowaljow verbirgt das Gesicht hinter einem Schal und begibt sich auf die Suche. Und begegnet der Nase im feinen Zwirn in der Kirche, als Staatsrat. Kowaljow will sie zur Rede stellen und dazu bewegen, an ihren angestammten Platz zurückzukehren. Doch die weiß gar nicht, wovon überhaupt die Rede ist.
Die sechzig Seiten Reclam-Heftchen lesen sich unterhaltsam und munter weg, ein Klassiker im Vorbeigehen quasi. Gogol hatte mit „Die Nase“ schon zu Lebzeiten außerordentlichen Erfolg. Er hatte, erfahren wir im Anhang, ein Gespür dafür, was bei den Lesenden ankam. Selbst russische Autoren von Weltrang mussten in eigenes Frühwerk an den Erzählungen Gogols messen lassen.
Das wiederum kann ich nicht ganz nachvollziehen, ist das Ende der Geschichte doch reichlich banal. Aber immerhin war das Büchlein leicht, nicht zu langweilig und nicht zu hochtrabend. 😉

Ausgewählte Bücher:

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Die Nase


Nikolaj Gogol
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Und dann diese Stille


Harriet Köhler
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Die Vögel


Tarjei Vesaas