The Wife Between Us

Green Hendricks & Sarah Pekkanen

Seiten: 389
Verlag: St. Martin‘s Press
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN-Nummer: 978-1-250-13094-5

Bei Büchern, die schon auf dem Einband - und sage und schreibe vier (!) folgenden Seiten - mit Presse- und Autoren-Zitaten gepriesen werden, solle man skeptisch sein. Ich habe mich von der schönen Haptik des Einbands blenden lassen - und davon, dass ich dieses Buch bei den Empfehlungen in einem sehr sympathischen kleinen Buchladen in Washington, D.C. gefunden habe.

Skeptisch bin ich ja von Haus aus, wenn zwei Personen als Autoren eines Buches fungieren – da ist meiner Ansicht nach selten Gutes herausgekommen. In „The Wife Between Us“ geht es um das Leben und Leiden einer Ehe – und der Weg, der aus ihr herausführt. Das wird in der Ich- Form und in der dritten Person erzählt, und es soll wohl einer der eingangs angepriesenen „Twists and Turns“ sein, dass es sich bei beiden um die gleiche Person handelt.

“Isn‘t he too good to be true?“ fragt Vanessas beste Freundin Sam sie vor der Hochzeit. Richard ist das, was sich eine Frau klischeehaft wünscht – und er bietet Vanessa alles, was eine Frau vermeintlich will. Wie langweilig und deprimierend so ein Leben sein kann – ganz jenseits der Entwicklungen in dieser Geschichte – wird wunderbar deutlich. Leider ist die ganze Geschichte klischeehaft – bei den Erzählungen dessen, als was Richard sich entpuppt, hat man ständig das Gefühl, es irgendwo schonmal gelesen zu haben.

„He reached down and I thought, he was going to help me to my feet, to beg my forgiveness, to explain he`d meant to strike the cabinet behind me. Instead he grabbed my hair in his fist and yanked me upright. I stood on my tiptoes, clawing at his fingers, desperate for him to release me. It felt as if he were tearing my sculp off my skull. Tears streamed out of my eyes. ´Stop, please`, I begged.“

Vanessa schafft es, sich aus der Ehe zu befreien und macht es sich zur Aufgabe, ihre Nachfolgerin zu retten. Erzählt wird das in Zeitschlingen, die nach und nach kleine Aha-Momente mit sich bringen. Handwerklich ist das Buch solide geschrieben, ich hab mich trotz einiger Längen nicht wirklich gelangweilt. Aber selbst die wirklich guten Twists am Schluss – die tatsächlich die Geschichte jeder Figur des Buchs aufklären – schaffen es nicht, mich vom Rest des Buchs zu begeistern. Genau solche Bücher bin ich froh, auf Englisch gelesen zu haben – so war es zumindest nicht gänzlich verschwendete Zeit.

Ausgewählte Bücher:

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Der Herr der Ringe


John R.R. Tolkien
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Der kleine Hobbit


John R.R. Tolkien
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A slow fire burning


Paula Hawkins